Unsere Einrichtungen zur Probenvorbereitung bilden die unverzichtbare Grundlage für hochpräzise experimentelle Forschung und bieten spezialisierte Arbeitsabläufe für geologische, paläontologische und synthetische Materialien. Wir bieten eine umfassende Palette an Werkzeugen für die mechanische Bearbeitung von Geomaterialien, darunter hochstabile Gesteinskernbohrungen, präzises Zylinderschleifen für komplexe „Dogbone“-Geometrien und großflächiges Schneiden. Darüber hinaus ermöglichen unsere Labore die Synthese und thermische Behandlung von Schmelzen und Mineralien bei Temperaturen von bis zu 1700 °C sowie spezielle mikropaläontologische „Schlammlabore” für die chemische und mechanische Extraktion von Mikrofossilien. Diese Einrichtungen gewährleisten, dass alle Proben – sei es für mechanische Tests, Isotopenanalysen oder taxonomische Untersuchungen – nach den höchsten Standards hinsichtlich Genauigkeit und Reproduzierbarkeit vorbereitet werden.
Kasten-/Rohrschmelzöfen
- Zimmer
- C U126, C 317, C 326, C 323
- Kontakt
- Ulrich Küppers, Anthony Lamur, Jackie Kendrick
- Beschreibung
- Verschiedene Kammer- und Rohröfen von Carbolite, Nabatherm, Severn Thermal Solutions usw. stehen für die thermische Behandlung, das Schmelzen, Sintern, Umwandeln und Aushärten von Schmelzen, Magmen und Gläsern in unterschiedlichen Volumina und Geometrien bei bis zu 1300 °C zur Verfügung. Einige sind mit Saphirfenstern zur direkten Beobachtung ausgestattet.
© Yan Lavallée
Zimmer C330
Kontakt: Werner Ertel-Ingrisch
Wir verfügen auch über Nabertherm-Kastenöfen für sehr hohe Temperaturen, die bis zu 1700 °C erreichen und in verschiedenen Größen (bis ca. 35 l) erhältlich sind, um Schmelzen, Gläser und Gesteine in Luft zu synthetisieren. Außerdem haben wir eine Anlage, um Proben unter kontrollierten atmosphärischen Bedingungen (im Gasmischlabor) zu synthetisieren.
Gesteinsbohrung
- Raum
- C U128
- Kontakt
- Ulrich Küppers, Bettina Scheu, Jackie Kendrick
© Jackie Kendrick
Für verschiedene Anforderungen bei der Probenvorbereitung stehen zwei Gesteinsbohrer zur Verfügung. Eine stationäre Säulenbohrmaschine bietet hohe Stabilität und überragendes Drehmoment für das Bohren dichter oder zäher Proben. Ein rahmenmontierter tragbarer Bohrer bietet größere Vielseitigkeit hinsichtlich der Bohrtiefe. Beide Bohrer sind für Bohrkronen mit einem Durchmesser von bis zu 80 mm geeignet.
Gesteinszerteilung
- Zimmer
- C U128
- Kontakt
- Ulrich Küppers, Bettina Scheu
© Jackie Kendrick
Für die Vorbereitung von Gesteinsproben stehen Sägen in verschiedenen Größen zur Verfügung. Die größte Säge kann Blöcke mit einem Gewicht von bis zu 40 kg aufnehmen, während kleinere Sägen für das präzise Schneiden paralleler Flächen von Gesteinsbohrkernen für Experimente oder flacher Oberflächen für die Vorbereitung dünner Schnitte ebenfalls erhältlich sind.
Gesteinszerkleinerung
- Raum
- C U131
- Kontakt
- Ulrich Küppers, Bettina Scheu, Jackie Kendrick
Schlämmlabor – (Mikro-)paläontologische Präparation
- Zimmer
- Ansprechpartner
- Zugangsbestimmungen
- Anmeldung erforderlich!
Für alle Aufenthalte und Aktivitäten ist eine vorherige Einweisung (mit Aufzeichnung) erforderlich. Ohne diese Voraussetzung ist der Aufenthalt und die Arbeit im Labor verboten! - Öffnungszeiten
- Montag bis Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr
- Beschreibung
- Die systematische Klassifizierung kleiner fossiler Organismen wird durch einen dreidimensionalen Ansatz erheblich erleichtert. Dazu ist es notwendig, das Mikrofossil aus der mineralischen Verbindung des Sediments zu befreien. Dies kann durch verschiedene Arbeitsschritte erfolgen. Nachdem die Proben mechanisch zerkleinert wurden, können wir die Fossilien im Schlammlabor mit Wasser oder chemischen Mitteln (z. B. Wasserstoffperoxid) freilegen. Wenn die Proben in ihre mineralischen Bestandteile zerlegt sind, werden sie in Sieben mit unterschiedlichen Maschenweiten (1 mm – 64 µm) unter fließendem Wasser aufgeschlämmt.
Nach dem Aufschlämmungsverfahren werden die einzelnen Proben in einem Trockenschrank (in der Regel bei 40 °C) getrocknet. Anschließend können weitere paläontologische Untersuchungen wie Taxonomie, Isotopenchemie und Dokumentation durchgeführt werden.
Das Labor dient ausschließlich Forschungs- und Lehrzwecken und wird von Studierenden, Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Paläontologie für ihre Forschungsarbeiten genutzt. - Ausrüstung
- 4 Abblaseinrichtungen mit Schlammsammelbecken
Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten
AbzugWärmetrocknungsschrank mit Zeitschaltuhr
Ultraschallgerät – klein und groß
Geohistologie
- Raum
- A U132 Luisenstraße 37
- Kontakt
- Nora Dotzler
- Zugangsbestimmungen
- Geräte
- Einrichtungen zur histologischen Färbung
Sägemikrotom (Leica SP1600)
Vollautomatisches Rotationsmikrotom (Leica RM2255)
© Dirk Erpenbeck
Unsere Histologie-Einrichtung bietet spezialisierte Verfahren zur Aufbereitung biologischer Proben und harter Substanzen für die Fluoreszenzmikroskopie. Für Untersuchungen auf zellulärer Ebene verwenden wir ein vollautomatisches Rotationsmikrotom (Leica RM2255). Dieses Gerät erzeugt Schnitte von 1 bis 10 µm aus Geweben, die in Paraffin oder Technovit eingebettet sind. Zum Schutz der Präzisionsklingen werden mineralisierte Bestandteile wie Karbonat- oder Silikatgerüste vor dem Schneiden entkalkt.
Geohistologie
- Raum
- A U132 Luisenstraße 37
- Kontakt
- Nora Dotzler
- Zugangsbestimmungen
- Geräte
- Einrichtungen zur histologischen Färbung
Sägemikrotom (Leica SP1600)
Vollautomatisches Rotationsmikrotom (Leica RM2255)
© Dirk Erpenbeck
Um 3D-Skelettstrukturen in harten Materialien wie Korallen oder Schwämmen sichtbar zu machen, verwenden wir ein Sägemikrotom (Leica SP1600). Mit diamantbeschichteten Klingen erstellt es 50 bis 400 µm dicke Schnitte aus Proben, die in Kunstharz (LR White) eingebettet sind. Schließlich steht eine Auswahl spezifischer Farbstoffe und Reagenzien zur Verfügung, um Zielgewebe und Zellstrukturen für eine detaillierte mikroskopische Analyse zu kontrastieren.
• Einrichtungen für histologische Färbungen:
Eine Auswahl an Farbstoffen und Reagenzien, um verschiedene Strukturen im Gewebe bzw. in Zellen in histologischen Schnitten gezielt anzufärben
• Sägemikrotom (Leica SP1600)
Dieses Gerät wird verwendet, um mit Hilfe eines diamantbesetzten Sägeblatts dickere Schnitte (~50 bis 400 µm) von Gewebe mit Hartsubstanzen (z. B. Korallen oder bestimmte Schwämme) zu erstellen. Damit lassen sich etwa dreidimensionale Strukturen des mineralisierten Skeletts erkennen und darstellen. Die Probe muss dazu in Kunstharz (LR White) eingebettet werden.
• Vollautomatisches Rotationsmikrotom (Leica RM2255)
Mit diesem Gerät lassen sich histologische Schnitte (~1 bis 10 µm) von Gewebe, das in Paraffin oder Technovit eingebettet ist, für Untersuchungen auf Zellebene herstellen. Das Gewebe muss dazu ggf. von Hartteilen wie Kalk und Silikatskelett befreit werden, da diese sonst die Klinge beim Schneiden zerstören.
Hochpräzisionswaagen
- Zimmer
- C345B C318
- Kontakt
- Adriana Gerz
- Zugang
- Nur geschulte Benutzer